Carl Friedrich Claus war ein hoch sensibler Geist, kein Bereich in
Wissenschaft, Literatur, Philosophie und Politik, der ihn nicht
interessierte. Dabei war er als Mensch bescheiden und von großer
Güte, der sich über kleine Sachen, ein freundliches Wort
freuen konnte und immer wieder gegen Resignation ankämpfte.
Ehrungen waren ihm unbehaglich, große Feiern bedeutungslos.
Aber er wünschte sich - zu Recht - die Achtung seiner Person und
die vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit seiner Kunst, die er als
einen Gesprächsvorschlag an das Publikum verstand.